Das schönste Foto der Welt…

… und viele andere Kleinigkeiten präsentiere ich in einer kleinen Wochenzusammenfassung. Da kein richtiges Oberthema in greifbarer Nähe scheint, bastel ich mal einen lockeren Verbund aus Fakten, Fiktion und Vollrausch.
Das Wochenende war umrahmt von drei mehr oder minder dicken Referaten aus den Bereichen Game Design, Werbepsychologie und Politikwissenschaften. Was studier ich eigentlich?
Der Samstag war der eigentliche Höhepunkt. Ich hatte mich zu einem Umzug angemeldet, wollte nachmittags den Antichristen unter den wissenschaflichen Texten durcharbeiten und abends noch eine Hawaii Geburtstagsparty mit meiner Anwesenheit verunstalten. Zu allem Überfluss hab ich aber just am morgen nach meinem Bloc Party Eintrag auch noch zwei Karten fürs Königstreffen gewonnen (natürlich auch am Samstag - mit Bloc Party im Line-up). Wohin verkaufen und nicht verschenken?
Nach einigen Versuchen sie tatsächlich zu verschenken bin ich sie für 20 € losgeworden.

Meine Verkleidung für die Party bestand in einer Pseudo-Blumenkette aus alten Mülltüten und einem Surfbrett. Beides ist wirklich auf fast jedem Bild zu sehen. Ich ziehe Idiotie gerne bis zum Ende durch.
Tja und das schönste Bild der Welt ist auf eben jener Party entstanden (siehe oben). Zum Schutz der Persönlichkeitsrechte des Models gibts nen Balken ins Gesicht.
Falls die betroffene Person es wünscht, wird das Bild natürlich umgehend ins Offline-Nirvana geschickt.

Gen-Shopping

Nein, das hat jetzt nichts mit dem Kauf von genverändertem Gemüse zu tun, sondern im weitesten Sinne mit der alten Frage:
was war zuerst da?

Die Henne oder das Ei?
Die Frau oder der Schuhladen?

Willkommen im Klischee.
Frauen kaufen eben gerne ein. Auf die Frage warum das so ist gibt es wohl bisher nur eine schlüssige Antwort.
Allerdings bin ich heute mal wieder über einen sehr interessanten Artikel bei Spiegel Online gestolpert, der bezeichnenderweise im Panorama Ressort platziert war: “Macho versus Softie - Der Geweihträger hat ausgedient”. Dort wird auf neueste Erkenntnisse bezüglich der Partnerwahl von Frauen eingegangen und dargelegt, dass die alte Macho-Tour wohl ausgedient hat.
Ganz ausgedient?
Nein, ein kleiner Zeitraum leistet immer noch Widerstand:

Besonders während des Eisprungs, also an den fruchtbaren Tagen, haben dominante Draufgänger eine Chance. “Wenn Frauen nur nach einer Affäre suchen, können ihnen die Männer gar nicht risikofreudig genug sein”, sagt der Kölner Evolutionspsychologe Detlef Fetchenhauer. Dann bewerten Frauen laut einer Studie der University of New Mexico auch markant-maskuline Gesichtszüge als attraktiver. Gen-Shopping nennen Evolutionspsychologen dieses Verhalten.

Und was schließt “mann” jetzt daraus? Wohl besser nix.
Interessant ist vielmehr wie eine kleine Gruppe Männer selbstlos dagegen rebelliert. Im Umkehrschluss zu Darwins “Survival of the Fittest” wird diesen aufrechten Kerlen alljährlich der Darwin Award verliehen:

The Darwin Awards salute the improvement of the human genome by honoring those who accidentally kill themselves in really stupid ways. Of necessity, this honor is generally bestowed posthumously.

Gleich das erste Schicksal auf das ich auf der Seite aufmerksam werde, beschreibt einen Mann, der - in der Hoffnung ein paar Sylvesterknaller zu basteln - versuchte eine Handgranate mit einer Kettensäge zu öffnen.
Dort gibts mal richtig gute Klischees. Geht ihr Frauen ruhig einkaufen, wir machen was aus unserem Leben.
Ich werde in freudiger Erwartung weiterlesen und verbleibe mit einem “Ich danke der Academy”.

So Fucking Useless

Für mich haben die guten Musikalben immer einen zentralen Moment. Beim Debutalbum Silent Alarm von Bloc Party, dem ich momentan komplett verfallen bin, findet sich dieser in Positive Tension nach ca. 3.20 min.
Oh und die richtig guten Alben haben immer mehrere dieser Momente. Aber das werd ich irgendwann mal in Ruhe mit Thom Yorke diskutieren. Hoffentlich.

Team Sleep

Heute abend gabs für Julia und mich Team Sleep live im Prime Club in Köln. Ich hatte die CD erst einmal gehört und wusste von der Band nix außer, dass sie ein Nebenprojekt des Frontmanns der Deftones - Chino Moreno - ist. Ein Star also quasi. Und den gabs auch noch aus nächster Nähe zum angucken und anfassen. Vor Beginn des Konzerts lief er nämlich einfach mal durch den Zuschauerraum, gab Autogramme, quatschte mit den Leuten und lies sich fotografieren. Julia sah aus wie ein 5 jähriges Mädchen an Heilig Abend beim Auspacken der gesamten verfügbaren Barbie Kollektion. Da der Prime Club recht klein ist, änderte sich an dieser Nähe aber auch während des Konzertes nichts. Herr Moreno war immer entweder direkt vor oder über uns (wenn er mal wieder auf die Absperrung geklettert war) und teilte nach einer kurzen Pause auch seine Sportzigarette mit der ersten Reihe.
Fazit: coole Clubatmosphäre, gutes Konzert.
Aber hoffentlich träume ich heute nacht nicht von Morenos Bauarbeiterdekolleté…

PS: Wie ich gerade feststelle gibts mal wieder zwei neue Einträge von Bernie. Man darf sich in seinem Blog nicht vom Datum verunsichern lassen. Der alte Cheater datiert immer zurück.

Allergo Kid

Ja ich bin zurück. Allergo Kid. Innerhalb von Minuten verwandele ich eine jungfräuliche Packung Taschentücher in einen Haufen Schleim, weine fast permanent und schalte vorzugsweise nachts in den Darth Vader Atemmodus. Spass.

Aber…!

Ich habe eine Idee. Wenn die Luft mit Pflanzenpaarungs-Fallout verseucht ist, sag ich einfach “so long, Hongkong” und versuchs mal mit Flüssigatmung. Die ehemals eigenständige Firma Höchst hat da ein höchst (haha - noch einen) interessantes Produkt im Angebot. Der Maus scheints ja auch zu gefallen.

So, in freudiger Erwartung meines persönlichen nächtlichen “Rise, Lord Vader!” gehe ich nun mal ins Bett.

PS: Und, lars but not lisa, wer auch sein Haupt in Erfurt beugt vor genialen Nervsprech Redewendungen und eh zu viele Freunde hat, dem kann ich das Spiegel Online Nervsprech Lexikon wärmstens empfehlen.

Parallelgesellschaft

Letztes Wochenende habe ich Rock am Ring überlebt. Es war regnerisch, schmutzig und grandios. Wie auf solchen Festivals üblich, lebt man drei Tage in einer Art Flüchtlingslager und erlebt Dinge und vor allem Menschen, die im normalen Leben nicht denkbar erscheinen, auf einem Festival aber normal sind.
Ein Festival ist immer auch einer langer Episodenfilm. Wie The Prodigy so schön (laut) bemerkten: “I got the poison, i got the remedy”.
Nächstes Jahr gerne wieder.