I’m A Voodoo Child, Baby!

Eigentlich sollte dies hier “Live and let DAI”, “DAi hard” oder “Hookahey” heißen und sich mit der heutigen Wasserschlacht befassen.
Zu dem Thema: gewonnen!
Nun zu wichtigeren Dingen. Es begab sich eben, dass ich plötzlich eine fundamentale Bildungslücke geschlossen habe. Ich hab Voodoo Child von Jimi Hendrix entdeckt.
Der Umweg über Black Hawk Down bis zur SoWi Party war blöd, aber er hat sich endlich ausgezahlt.

Good fight, good night.

;)

PS: Oh und Respekt meinem Kommedia-Homie Majo für das Poster zur Schlacht!

Deus Ex Machina

Sucht bezeichnet das unabweisbare Verlangen nach einem bestimmten Erlebniszustand. Diesem Verlangen werden nach Verständnis der Weltgesundheitsorganisation die Kräfte des Verstandes untergeordnet. Es beeinträchtigt die freie Entfaltung einer Persönlichkeit und zerstört die sozialen Bindungen und die sozialen Chancen eines Individuums. Den sogenannten stoffgebundenen Süchten (z. B. der körperlichen Alkohol-, Nikotin-, Heroinsucht sowie der psychischen Cannabis- Kokainsucht) kommt dabei eine repräsentative Bedeutung zu. Sie veranschaulichen in drastischer, aber zugleich auch einschränkender Weise eine Erscheinung, der man auf fast allen Gebieten des menschlichen Erlebens und Verhaltens begegnen kann. Ob Arbeiten, Sammeln, Machtstreben, Kaufen, Spielen oder Sexualität - fast jede Form menschlichen Interesses kann zu einer Suchterkrankung führen.

Aus Wikipedia-”Sucht”

“(… ) fast jede Form menschlichen Interesses kann zu einer Suchterkrankung führen.” Ich versteige mich darin zu sagen, dass jede Form menschlichen Interesses süchtig machen kann.
Die Informationsgesellschaft baut sich gerade einen kolossalen Eisberg und wenige an Bord scheinen es zu merken. Die Simulation von Realität wird zunehmend realistischer. Der Unterschied zwischen dem Ding an sich un der Erscheinung wird schleichend nivelliert.

Es wird für jeden alles geben.

To infinity and beyond:

“Wirklich ist was wirkt.”
Nicht mehr und nicht weniger. Eher mehr.
Das nicht-erleben-können wird das nicht-erleben-müssen von morgen. Vielleicht wird der Mangel von gestern die Freiheit von morgen sein.
Und ich freue mich jetzt schon darauf endlich mal ein wirkliches Lichtschwert in Händen zu halten. Die Entscheidung liegt dann schon hinter mir.

Eos rhododáktylos

Trotzdem sinds Gedanken zur Nacht. Auch gerne mal ohne Bild. Denkt Euch ne Morgenröte.

Dieser ca. 9400 Tag meines Lebens war eher durchschnittlich. Schwer aus dem Bett gekommen, zum Fotoseminar geschleppt, bei der Arbeit meine “Supragleiter” fertig gebastelt und dann erstmal bei der Prüfungsausschusssitzung zwischen den Professoren Muffins gemampft und interessiert geguckt. Ich hab dort auch wieder völlig ungewollt eine interessante Art gefunden mich zum Affen zu machen.
Was macht man wenn als Vertretung dort aufläuft?
Sagen, dass man die Vertretung ist, weil die anderen vertreten werden müssen. Dann fällt einem vielleicht noch ein, dass man noch seinen Namen sagen sagen könnte. Also haut man mal den Nachnamen raus. Klingt komisch. Nochmal mit Vornamen dazu probieren. Klingt schon besser. Aber was hat man dann verbal da im Raum installiert?
Die klassische “Bond, James Bond” Vorstellung. 1:0 für mich.
Dann noch beim Mitschreiben ansprechen lassen ohne es zu merken und sich mit dem Stuhl unterm Regalbrett verkanten und der Vorhang darf endlich fallen.
Danach gings zum ersten “real-life” “World of Warcraft” “Oger Tours” Gildentreffen (ich hätte nie gedacht, dass ich mal sowas mache), anschließend zum zweiten Abendessen und nu sitz ich hier.

So, genug Tagebuch-Style für den Rest des Jahres…

A new power is rising!

Am Samstag habe ich mir endlich von nicht vorhandenem Geld einen neuen Rechner gekauft und ihn übers Wochenende direkt an die Front geführt. Battlefield 2, Silent Hunter 3 und Schlacht um Mittelerde.
Krieg ist die Mutter aller Computerspiele.
Beim Battlefield 2 Spielen fühl ich mich alt. Auch ein von mir hier und da eingestreutes “Als ich das erste Mal PacMan von schallplattengroßen Disketten gespielt hab ward ihr noch flüssig!” hilft mir nicht über ein Kill:Draufgehen Verhältnis von 1:2 hinaus. Immerhin plane ich diesen Schnitt konstant zu halten und bald Private First Class zu werden.
Darüber hinaus durfte ich eben bei Schlacht um Mittelerde die beste Strategiepartie meines Lebens erleben und bin immer noch im Adrenalinrausch.
Zur Abkühlung hab ich dann draußen mal wieder barfuss eine Nacktschnecke zertreten. Eine Erfahrung, die auch beim zweiten Mal nicht weniger intensiv ist.

Bush’s Brain Bug

Ungeachtet eines meiner früheren Statements zu Bushs Vision, Ideologie oder wie auch immer man es nennen mag, halte ich gelinde gesagt wenig von seiner “Öffentlichkeitsarbeit” und Außenpolitik. Das mag einer der Gründe sein warum ich seit einigen Tagen mit großem Interesse/Schadenfreude die Entwicklung im Fall Rove vs. Valerie Plame/Joseph Wilson verfolge.
Großes Politkino!
Mehr gibt es eigentlich nicht zu sagen. Zur Lektüre empfehle ich einen Artikel der Zeit und vor allem einen Beitrag bei Telepolis, der den aktuellen Stand der Dinge darstellt. Darüber hinaus gibts noch einen guten Artikel bei Spiegel Online und etwas Aktuelles von CNN.

Hmm und was ist eigentlich der Kern des Ganzen? Gesetzesbruch,Verrat, Lügen? Wie war das damals bei Clinton?
Das Schlimme war wohl nicht im Weißen Haus Sex mit einer Praktikantin zu haben, sondern anschließend zu lügen. Rückblickend wirkt dieses alte Clinton Spektakel doch reichlich lächerlich im Vergleich zur heutigen Situation (wobei ich die momentane Aufregung um Rove hierbei nur als Randerscheinung betrachte).
Impeachment, anyone?

I see dead lines.

Nicht für die Schule, nein für die Uni lernen wir. Im Studium lernt man viele Dinge. Zum einen merkt man schnell, dass Selbstverwirklichung in vielen Bereichen - metaphorisch gesprochen - schnell was von Exhibitionismus am FKK-Strand bekommt und zum anderen macht man früh die Bekanntschaft mit dem selbstbestimmten, selbstorganisierten Leben. Für jemanden, der immer ganz gerne nur vor sich hin oxidiert hat und der mit fast kindlicher Freude an einem wochenlang nicht geputzten Waschbecken das plötzliche Auftreten eines völlig kostenlosen Lotuseffekts registriert, resultiert diese Umstellung zwangsläufig im plötzlichen Auftreten von quälenden Deadlines.
Low-level Theophanie.
Deadlines sind virtuell, omnipotent, interdisziplinär und untot. Irgendwie…
Der Natur nach lassen sie sich bei mir in privat, beruflich, studienbezogen, ehrenamtlich und Hybrid Formen unterscheiden. Letzere nutzen gerne, ähnlich den entsprechenden Autos, die aus dem Abbremsen gewonnene Energie um kurz danach wieder richtig zu beschleunigen. Dafür gibts schon mal den Ökoengel:

Als wesentlicher Effekt wirken Deadlines bei mir dahingehend, dass sie das eigentlich übliche Kalendergefüge auf eine Wochenrotation reduzieren.
Wie sagt Yoda so schön:

“Deadlines are the path to the dark side. Deadlines lead to anger. Anger leads to hate. Hate leads to even more deadlines.”