Das Auge des Himmels
Alles, was wir über unsere Gesellschaft, ja über die Welt, in der wir leben, wissen, wissen wir durch die Massenmedien.
Reduziert man Luhmanns Zitat hier einmal - abseits seiner eigentlichen Intention - nur auf das Aussehen der Erde betrachtet aus dem All, so gewinnt es umso mehr an Wahrhaftigkeit. Der “Erdaufgang” über dem Mond, fotografiert von Apollo 8 im Dezember 1968, ist eines der am häufigsten reproduzierten Bilder der Erde. Und der Welt.
Bisher waren nur ca. 488 Männer und Frauen im Weltall und doch hat wohl der Großteil der Menschen in den Industrienationen eine bildhafte Vorstellung von der außerirdischen Perspektive der Erde. Eben über jene Bilder die früher die Astronauten mitbrachten und heute unzählige Satelliten liefern.
In der Ausstellung “Das Auge des Himmels” im Gasometer Oberhausen sind nun Bilder unseres Planeten zu sehen, die seine mitunter bizarre Schönheit dokumentieren, gewaltige Naturkräfte zeigen und vor allem den Einfluss des Menschen sichtbar machen.
Eröffnet wurde die Ausstellung unter anderem von Gerhard Thiele, einem der 10 Deutschen, die die Erde bereits einmal verlassen haben. In seiner Rede verglich er die ausgestellten Detailaufnahmen der Erde mit Pinselstrichen, die zusammen ein Kunstwerk ergeben und nahm die Besucher mit auf eine Kurzversion seiner Reise in den Orbit.
Zumindest bei mir hinterlies er damit jene absurde Mischung aus Fern- und Heimweh, die hier unten letztendlich wohl niemals aufgelöst werden kann.
Pressespiegel:
zeit.de
spiegel.de
welt.de
Bilder:
Flickr Set
Leider alle unscharf…
PS: Wie sagte Frau Borchert neulich so schön:
Wer bloß bloggt, um berühmt zu werden, scheitert. Als Leserin merkt man sofort, dass da kein Mitteilungsbedürfnis dahinter steckt, sondern nur Egomanie.
Daher jetzt 1,5 Sekunden deklarierter Egomanie:

Gerhard Thiele + Groupie, Oberhausen, 28.03.07


