Silvesterknaller
Nachtrag:
Anscheinend handelt es sich hierbei um die polnische Schreibweise. Das entschärft den Knaller natürlich.
Nachtrag:
Anscheinend handelt es sich hierbei um die polnische Schreibweise. Das entschärft den Knaller natürlich.
Die Namensschöpfung für neue Produkte ist in Zeiten der Globalisierung eine zunehmend heikle Angelegenheit (Mitsubishsi Pajero!). Und für die vielen Web 2.0 Startups ist die Suche nach einem prägnanten, wohlklingenden und vor allem noch als Domain verfügbaren Namen momentan wahrscheinlich besonders zeitintensiv. Dass dann für Leute außerhalb des englischen Sprachraums mal der eine oder andere Schmunzler dabei ist, ist klar. Aber heute ist für mich eine Supernova am Web 2.0 Firmament aufgegangen:

Quelle: www.doof.com
(via)
Radiohead, Fake Plastic Trees
Nachdem Radiohead mit ihrem neuen Album bereits die modernen (kulturindustriellen?) Vertriebswege von Musik umgangen haben, stellen sich mir diverse Fragen bezüglich meines alten Freundes - dem Musikvideo:
Sind Musikvideos nur eine Modeerscheinung oder ein etablierter Standard, der das Ende des Musikfernsehens überdauern wird?
Sind Musikvideos eine Kunstform oder ein Marketinginstrument?
Wird es Musikvideos weiterhin geben?
Was ist eigentlich ein Musikvideo?
Nun ja,
die Herren von Radiohead haben für sich eine vorläufige Antwort gegeben:
Thumbs down!

Foto: Travis Willmann
Der US-amerikanische Schriftsteller Norman Mailer ist heute morgen im Alter von 84 Jahren verstorben. Ich schreibe dies, weil der Laden hier ihm seinen Namen verdankt:
The term [factoid] was coined by Norman Mailer in his 1973 biography of Marilyn Monroe. Mailer described a factoid as “facts which have no existence before appearing in a magazine or newspaper”, and created the word by combining the word fact and the ending -oid to mean “like a fact”.
Quelle: wikipedia
Charles Ferguson zeichnet in seinem Dokumentarfilm No End In Sight die (Vor)Geschichte der US-amerikanischen Invasion des Irak nach. Der Film beleuchtet die einzelnen Phasen vor und während des Krieges und zeigt ein bizarres Bild aus Inkompetenz und Ignoranz, welche sich anscheinend als einzige Leitmuster durch die gesamte Entwicklung ziehen. Ferguson verzichtet dabei auf Polemik oder direkte Anklagen und lässt vielmehr Insider zu Wort kommen, die an der Planung und Ausführung der Invasion und dem anschließenden Wiederaufbau beteiligt waren. Die Gesamtheit aus Mismanagement, totalem Unvermögen und krassen Fehlentscheidungen auf diese Art vorgeführt zu bekommen, ist gelinde gesagt haarsträubend. Abschließend betrachtet wüsste ich nicht wie eine willentlich gesteuerte Destabilisierung des Irak hin zu totalem Chaos perfekter choreographiert werden könnte. Oder wie es Barbara Bodine, Diplomatin und zuständig für die Koordinierung des Wiederaufbaus in Bagdad in 2003, im Film formuliert:
When we were first starting the reconstruction, we would sort of joke that there were 500 ways to do it wrong and 2 or 3 ways to do it right. And what we didn’t understand is that we would go through all 500.
Barbara Bodine, No End In Sight
No End In Sight ist ein wirklich guter Film, der hilft die aktuelle Situation im Irak zu verstehen.