Update
Update auf WP 2.3.1 durchgeführt. Als nächstes steht endlich mal eine anständige Kategorisierung und evtl. konsequentes Tagging aller Beiträge an. So viel zu meinen Vorsätzen.
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Stenkelfeld - Weihnachtsbeleuchtung
So wie Dinner for One zu Silvester gehört, verbinde ich mit der Vorweihnachtszeit Stenkefelds einzigartigen Kommentar zum alljährlichen Weihnachtsbeleuchtungswahnsinn. Darüber hinaus gehöre ich auch dieses Jahr wieder zu jenen glücklichen Menschen, die Besuch vom Weihnachtshorst bekommen:
Würde an den MH Abenden gerne ein paar Bierchen mit Euch “verhaften”, gute Gespräche führen, mir vor allem gerne 8 auf Hochglanz tapezierte Erfurt-Standard Wände anschauen, mich vom Wohlfühlen übermannen lassen und mir mit einem duftechten Emily-Erdbeer-Taschentuch dicke Kullertränen wegwischen lassen.
Gefühle, wo man nicht mehr beschreiben kann!Ich freu mich!
Alles auf Horst!
Euer Horst
“Re: weihnachten”, E-Mail, 2007
In diesem Sinne:
Fröhlichste!
Helge Schneider ist und bleibt eine kulturelle Anomalie. Er ist der vielleicht handwerklich begabteste deutsche Musiker der letzten zwei Jahrhunderte. Sein Humor bewegt sich zwischen infantilem Slapstick, intelligenter Wortakrobatik und eben jener Grauzone dazwischen, die er als sein eigenes Genre begründet hat. Helge Schneider ist in seiner Qualität nicht einzuschätzen da er, und nur er, die Parameter seiner eigenen Dimension definiert. Was Helge Schneider macht ist lustig und lustig ist was Helge Schneider macht.
Sein Schwachpunkt aber liegt in der Emulsion seiner zwei Talente: in seinen Shows ist er abwechselnd Musiker und Komiker. Und selten wirklich beides. Er befindet sich in ständiger Rotation zwischen diesen zwei Polen und nur in jenen kurzen Momenten, in denen die Nadel seines Kompass unentschlossen vibriert, läuft er zu seiner ureigenen Größe auf.
Aber alleine für solche Momente lohnt sich ein Besuch. Jedes Jahr.
Ich habe heute das beste Pan-Flöten Solo überhaupt erlebt.
(…) What is worst about this humiliation Clarice? Is it how your failure will reflect on your mommy and daddy? Is your worst fear that people will now and forever believe they were indeed just good old trailer camp tornado bait white trash and that perhaps you are too? (…)
Bernd Graff hat für die Süddeutschen Zeitung einen Artikel über das so genannte Web 2.0 geschrieben.
In einer seltsamen - aber zugegeben bestechenden - Art versucht Graff in seinem Artikel jene hysterischen und unreflektierten Argumentationseigenarten nicht durchscheinen zu lassen, welche er in seinem Text eigentlich beklagt. Lustigerweise disqualifiziert er sich bereits im dritten Absatz für jegliche Teilnahme an einem demokratischen Diskurs:
Sie zerfleddern - wie es gerne auch wir Zeitungsmenschen tun - jedes Thema. Sie tun dies aber oft anonym und noch öfter von keiner Sachkenntnis getrübt. Sie zetteln Debattenquickies an, pöbeln nach Gutsherrenart und rauschen dann zeternd weiter. Sie erschaffen wenig und machen vieles runter. Diese Diskutanten des Netzes sind der Diskurstod, getrieben von der Lust an Entrüstung.
Bernd Graff, Süddeutsche Zeitung
Anonym und ohne Berücksichtigung von solchen Dingen wie Sachkenntnis, sozialem Status und Bildungsgrad seine Meinung ausdrücken zu dürfen, ist - anders als Herr Graff vielleicht denkt - gar nicht so weit hergeholt:
Die Abgeordneten des Deutschen Bundestages werden in allgemeiner, unmittelbarer, freier, gleicher und geheimer Wahl gewählt.
Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland
Nachdem Herr Graff sich nun abseits modernen Demokratieverständnisses (meiner Meinung nach) irgendwo in der Endphase der Weimarer Republik verort hat, folgt nur noch die Arroganz der vierten (analogen) Gewalt:
Man schwärmt von “SchwarmIntelligenz” und attestiert, wie der Autor James Surowiecki, eine Weisheit der Vielen. Strikt selbstorganisierend - womit vornehm umschrieben ist, dass Geschwätz keine Organisation benötigt. Genauso gut könnte man allerdings einem Fliegenschwarm guten Geschmack unterstellen.
Wenn dann jegliche argumentative Bestandsaufnahme im wortreichen Sperrfeuer untergegangen ist, kann man auch einfach mal irgendwas als wahr deklarieren:
Unter anderem so: “Was soll man denn davon halten, wenn Schirrmacher . . . die Vorteile der Tageszeitungen quasi als Gegenmittel gegen die negativen Momente und Folgen des Internets anpreist? Hier wird natürlich ein Qualitätsgegensatz zwischen beiden Medien herbeigeredet.”
Nein, ihr Lieben, der wird nicht herbeigeredet. Der besteht.
Wobei hier die Bild-Zeitung als größte Tageszeitung Europas natürlich als erstes zu nennen ist.
Cold War Kids - We Used To Vacation
Danke, Philipp!

Prinzip Club, München, 01.12.2007
Irgendwie bin ich auf der Party zum Erscheinen des Buchs zur Kolumne “Das Prinzip” (Süddeutsche Zeitung) gelandet.
Und hatte Spaß.
Prinzipiell.